Wandern auf den Orkney-Inseln

Old Man of HoyAuf den Orkney-Inseln finden Wanderfreunde nicht nur ein ideal geeignetes Terrain vor, um ihrem Hobby ausgiebig nachzugehen, sondern auch ein einzigartiges Naturparadies, das von landschaftlicher Schönheit und zahlreichen Zeitzeugen der weitreichenden Geschichte Schottlands geprägt ist. Der Boden ist äußerst fruchtbar, trotzdem präsentiert sich die Landschaft meist baumlos. Da die Orkneys hoch im Norden liegen, ist es zum Beispiel im Juni um 0.00 Uhr noch relativ hell. Im Winter dagegen wird es teilweise schon 6 Stunden nach Sonnenaufgang wieder dunkel. Wanderer sollten dies bei ihrer Tourenplanung berücksichtigen. Die Orkney-Inseln umfassen rund 100 Inseln, wovon Swona mit einer Entfernung von 10 Kilometern das dem schottischen Festland am nächstgelegenste Eiland darstellt. Mainland, Hoy und South Ronaldsay zählen zu den wichtigsten Orkney-Inseln und bilden auch die größten Anziehungspunkte für Touristen.

Ein beliebtes Wanderziel auf der Insel Mainland ist das Steinzeitdorf Skara Brae, das rund 4.500 Jahre unter einer Sanddüne verborgen lag und im Jahre 1850 durch einen starken Sturm freigelegt wurde. Hier können acht Gebäude mit fast kompletter, ursprünglicher Einrichtung besichtigt werden. Von hieraus bietet sich eine schöne Wanderung entlang der Felsküste von Yesnaby an, an der sich oft Wale und Delfine tummeln. Beeindruckend zu sehen sind auch die Seevögel in großer Zahl, die in den Klippen nisten.

Auf der Insel Hoy erwartet den Fußgänger ein Wanderparadies der ersten Güte. Märchenhafte, romantische Täler und bis zu 300 Meter hohe Klippen machen jede Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Hauptattraktion der Insel ist der „Old Man of Hoy“, ein 137 Meter hoher Fels aus Buntsandstein an den Klippen von St. Johns Head, der schon von weitem zu sehen ist.

Auch die Landschaft der Orkney-Insel South Ronaldsay ist fast baumlos, was ihre Schönheit aber in keinem Fall beeinträchtigt. Der alte Fähr- und Fischerhafen St. Magaret’s Hope ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Nur 850 Menschen haben sich auf der 49,7 Quadratkilometer großen Insel niedergelassen. Ein attraktives Wandergebiet liegt nahe des Fischerortes Herston Village im Nordwesten der Insel. Erholsame Wanderungen führen zu den eindrucksvollen Klippen von Harrabrough, die mit bizarren Felsformationen aufwarten können. In der warmen Jahreszeit lädt hier ein schöner Sandstrand zum Baden ein.